Der Kanal, den alle totgesagt haben und der trotzdem liefert
23. Juni 2026
Marketing
Newsletter
Min.
Lesezeit
von Redaktion
Du öffnest morgens dein Postfach. 47 neue Mails. Du löscht die meisten davon, ohne sie wirklich zu lesen. Und gleichzeitig fragst du dich: Soll ich meinen Kunden wirklich auch noch einen Newsletter schicken?
Ja. Unbedingt.
E-Mail-Marketing gehört seit Jahren zu den totgesagten Disziplinen des Online-Marketings. Social Media würde es ablösen, hieß es. Dann Messenger. Dann TikTok. Und trotzdem ist die E-Mail immer noch da und liefert für viele Unternehmen bessere Ergebnisse als jeder andere Kanal.
Warum E-Mail-Marketing noch immer funktioniert
Der entscheidende Unterschied zwischen E-Mail und Social Media ist simpel: Deine Liste gehört dir. Wenn Instagram morgen die Reichweite organischer Posts auf null dreht, was in der Vergangenheit schon passiert ist, verlierst du deinen Kanal. Deine E-Mail-Liste bleibt.
Dazu kommt, dass Menschen, die sich aktiv für deinen Newsletter eingetragen haben, wollen von dir hören. Das ist kein Zufallspublikum, das beim Scrollen über deinen Post stolpert. Das sind Interessierte, die einen bewussten Schritt gemacht haben und diese Qualität ist im Marketing Gold wert.
Und schließlich die Zahlen belegen, dass Der Return on Investment im E-Mail-Marketing laut aktuellen Studien im Schnitt bei rund 36 Euro pro investiertem Euro liegt. Kein anderer digitaler Kanal kommt da auch nur annähernd heran – Shopify und Emailmonday kommen in ihren Auswertungen zu denselben Ergebnissen.
Was gutes E-Mail-Marketing heute bedeutet
Viele Unternehmen machen denselben Fehler und verschicken Massen-E-Mails an alle Kontakte, ohne Segmentierung, ohne Personalisierung, ohne Plan. Das Ergebnis sind schlechte Öffnungsraten, Abmeldungen und das Gefühl, dass E-Mail-Marketing eben doch nichts bringt.
Dabei liegt das Problem nicht am Kanal, sondern an der Umsetzung.
- Relevanz schlägt Frequenz: Lieber einmal im Monat eine E-Mail, die deine Empfänger wirklich interessiert, als jede Woche eine generische Werbemail. Stell dir bei jeder E-Mail die Frage: Würde ich das selbst lesen wollen?
- Betreffzeile ist alles: Die beste E-Mail nützt nichts, wenn sie nicht geöffnet wird. Die Betreffzeile entscheidet in Sekunden, ob jemand klickt oder löscht. Kurz, konkret, neugierig machend. Hier eine gute Betreffzeile: „5 Fehler, die deinen Shop Kunden kosten" schlägt „Unser Newsletter April 2026" jedes Mal.
- Segmentierung macht den Unterschied: Wenn du 500 Empfänger hast, sind das wahrscheinlich nicht 500 identische Personen mit denselben Interessen. Stammkunden, Neukunden, Interessenten und sie alle wollen unterschiedliche Inhalte. Moderne E-Mail-Marketing-Tools erlauben es dir, deine Liste in Gruppen aufzuteilen und gezielt anzusprechen. Das klingt aufwendig, ist es aber nicht, und es macht einen enormen Unterschied.
Der Aufbau einer E-Mail, die gelesen wird
Eine gute Marketing-E-Mail folgt einer klaren Struktur. Sie muss nicht lang sein, aber sie muss hilfreich sein.
- Einstieg mit einem Problem oder einer Situation. Starte nicht mit „Sehr geehrte Damen und Herren" oder einer Selbstbeweihräucherung deines Unternehmens. Starte mit dem Leser. Was beschäftigt ihn gerade? Was könnte ihn interessieren?
- Ein klarer Inhalt: Eine E-Mail, ein Thema. Nicht fünf verschiedene Angebote auf einmal. Wer alles sagt, sagt nichts.
- Ein klarer Call-to-Action: Was soll der Leser tun? Einen Artikel lesen, ein Produkt anschauen, dich anrufen? Mach es deutlich und mach es leicht. Ein einziger, gut platzierten Button ist wirkungsvoller als drei versteckte Links im Fließtext.
- Ein menschlicher Ton: Schreib, wie du reden würdest. Kein Marketingdeutsch, kein Behördenstil. Menschen kaufen von Menschen – und wer seine E-Mails wie ein Mensch schreibt, baut Vertrauen auf.
In unserem nächsten Post zu E-Mail-Marketing beleuchten wir weitere spannende Aspekte und praktische Tipps – bleib dran
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